Marienkäfer

latin name:
Coccinellidae
english name:
ladybug

Kurze Info

Der Artenreichtum europäischer Marienkäfer ist groß und umfasst ca.75 Gattungen, mit über 250 Arten und Unterarten.

Einige Marienkäferarten, vor allem jene, die auf spezielle Lebensräume angewiesen sind, sind stark gefährdet. Der Grund ist nicht allein, dass ihr Lebensraum sukzessive verbaut wird, sie reagieren auch viel empfindlicher auf Gifte, als es beispielsweise Blattläuse tun, die Populationen durch ihre rasante Vermehrung schnell wieder ausgleichen können. Das ist deshalb so, weil sie eine große Anzahl von vergifteten Beutetieren zu sich nehmen und dadurch einer viel höheren Dosis ausgesetzt sind. Vor allem Arten, die entweder Wärmeinseln oder Moore und Heiden besiedeln, sind mitsamt ihren Habitaten gefährdet.

Dadurch, dass viele Arten auf bestimmte Lebensräume und Umweltbedingungen spezialisiert sind, sind sie auch gute Bioindikatoren, die anzeigen, ob bestimmte Habitate (wie Heiden, Trockenrasen und Moore) in einem ökologisch guten Zustand sind.

Die Siebenpunkt-Marienkäfer werden von den Gärtnern als Nützlinge angesehen, weil sie große Mengen an Blattläusen vertilgen. Sie gehören zu den ersten Tieren, die in der biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt wurden.

Die Marienkäfer waren schon immer als Schädlingsbekämpfer gerne gesehen. Deswegen werden sie auch aus verschiedenen Erdteilen importiert, um wiederum andere ungewollt eingeschleppte Arten zu bekämpfen. Doch bringt die Einschleppung von Arten in ihnen fremde Ökosysteme oft Probleme mit sich, die im Voraus nicht absehbar sind. Es ist auch unvorhersehbar, welche Folgen es hat, die Käfer in Gewächshäusern einzusetzen, da diese nicht hermetisch dicht sind und Käfer aus ihnen entweichen können.

Asiatische Marienkäfer

Das erste freilebende Exemplar des Asiatischen Marienkäfers (Harmonia axyridis) in Europa wurde 2001 in Belgien gefunden. Seit dieser Zeit hat sich die Art schnell ausgebreitet. Aufgrund ihrer Krankheitsresistenz und mit Hilfe der Mikrosporidien, die sie gleichsam als Biowaffe einsetzen, verschaffen sich die invasiven Käfer aus Ostasien einen erheblichen Selektionsvorteil, sodass es ihnen gelingt, die heimischen Marienkäferarten mehr und mehr zu verdrängen. Der Käfer frisst bis zu 270 Blattläuse am Tag, seine Larve 600 - 1.200 in seinem Raupenleben. Außerdem frisst er nützliche Gallmückenlarven, Larven anderer Marienkäfer und Insekten.

wiki/tiere/marienkaefer.txt · Zuletzt geändert: 2017/03/28 23:50 von u-dit
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